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Das Fest der Schutzpatronin unserer Kirche, der Heiligen Katharina von Alexandrien,
begeht die christliche Kirche am 25. November, dem Tag ihrer Martyrerschaft.
Sie erlitt den Martyrertod in Alexandrien während der Herrschaft des Kaisers
Maxentius, wahrscheinlich im Jahre 305. Im Laufe der Zeit wurde sie sowohl
in der ortodoxen als auch in der römischen Kirche eine der meist verehrten
Heiligen. Sie wird auch unter den 14 Nothelfern verehrt.
Ihre Heiligengeschichte entstand in den 8_9. Jahrhunderten. Die Legende hält von ihr, sie sei die Tochter vom Cyprianer König Kostus gewesen. Als der Kaiser die Christen zu verfolgen begann, fuhr Katharina persönlich nach Alexandrien, um die Verfolgten zu verteidigen. Sie setzte sich über die Wahrheit der christlichen Lehre selbst mit dem Kaiser auseinander und demnach auch noch mit 50 Gelehrten. Weil die Gelehrten Katharina nicht entchristlichen konnten, schickte der Kaiser die Gelehrten auf die Scheiterhaufen. Später wurde die kühne Königstochter in den Kerker eingesperrt, man versuchte sie in den Rad zu brechen, aber sie verleugnete ihren Glauben nicht. Letztendlich wurde sie enthauptet, und die Legende hält, daß ihren Körper Engel auf den Shinaberg gebracht hätten, wo man zu ihrem Ehren ein Kloster errichtete.
Da Heilige Katharina von Alexandrien die Wahrheit des Glaubens so wirksam verteidigte, wurde sie die Schutzpatronin der Theologen, der Philosophen und der Advokaten. Sie ließ man auch in die Siegel der Unisversität Sorbonne in Paris schneiden. Demzufolge haben die mittelalterlichen Hochschulen, Bibliotheken, Lehrer und Schüler, Redner und später auch die Druckereien sie als ihre Schutzpatronin verehrt. Da Katharina in ihrem letztem Gebet auch für die Kranken und Sterbenden um Hilfe bat, erscheint sie im Spätmittelalter oft auch als Schutzpatronin der Krankenhäuser. Und weil sie im Kerker so lange gequält wurde und sie es zu vertragen Kraft hatte, hatten sie auch die Gefangenen um Freilassung angefleht. Da die zum Quälen angefertigten Räder zusammenbrachen, riefen alle Handwerker, die mit Rad zu tun hatten, sie zur Hilfe. In der Kunst wird sie meistens mit einem Rad und einem Schwert, den Mitteln ihrer Martyrerschaft, und einem Buch, dem Zeichen ihrer Weisheit dargestellt.
Der Pfarrer József Babirák läßt 1934 Sándor Olaszy das in der Kirche auch heute befindliche Altarbild über Heilige Katharina von Alexandrien malen. Zum Kiritog 1949 kommen über das Bild 14 Leuchter, die darauf hinweisen, daß Heilige Katharina eine der 14 Nothelfer ist. Nach 1974 bedeckt das Bild lange Zeit auf dem Orgelchor Staub, bis es endlich 1992 restauriert wird und zum Kirchtag an seine ursprüngliche Stelle in seiner vollen Pracht zurückkommt.
Der Kirchtag war ursprünglich der Ablaß der öffentlichen, für eine bestimmte Dauer gemessenen kirchlichen Buße, welche man am Festtag des Schutzpatrons der Kirche leisten konnte.
In den Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg knüpfte sich der Inhalt der Seeligkeit des Kirchentages an die Kirche, an die heilige Messe, an die Litanei. Die Vergnügung, die Musik, der Tanz kam erst danach.
Németh Iván
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Zuletzt geändert am 2. September 2006 13:32:48 |