Kirche, Religion

Geschichte der Pfarre und der Kirche

Die überwiegende Mehrheit der Einwohner der etwa 1000 Seelen zählenden Gemeinde Daaga (Dág) (Haupterzdiözese Esztergom-Budapest) gehört der römisch-katholischen Konfession an. Ihre Pfarre wurde 1805 errichtet, die Matrikel sind vom Jahre 1789 in der Pfarrei vorhanden. Die im klassizistischen Stil erbaute Kirche ließ der Graner Domkapitel 1826 errichten, ihre Titul ist Heilige Katharina von Alexandrien. Die Kirche wurde am 6. November 1826 eingeweiht. Die Einweihungsurkunde in deutscher Übersetzung:

      "Ich, Johann Benyovszky, geweihter Bischof, weihe diese Kirche und dieses Altar Katharina von Alexandrien zu Ehren ein, und ich habe die Reliquien von den beiden Marterer Severinus und Benigna dort eingeschlossen. Ich genehmige heute allen Gläubigern ein Jahr Ablaß, am Kirchtag jedes Jahr allen Besuchern der Kirche laut Regel der Kirche 40 Tage Ablaß."      

Die im klassizistischen Stil erbaute Kirche wurde 1901, 1928, 1958 und 1986 renoviert, das Innere wurde 1998 renoviert. Die heutige Orgel wurde 1963 angefertigt, und 1998 wurde teilweise erneuert. Die Elektrifizierung der Glocken erfolgte 1983. Im Turm gibt es 4 Glocken, die älteste wurde in der Werkstatt des Glockengießers Joseph Brunner in Buda/Ofen 1786 angefertigt, ihr Durchmesser beträgt 50,5 cm. Die anderen drei wurden in der Glockengießerei von László Szlezák 1923 (D. 42,5 cm), 1928 (D. 35 cm) und 1936 (D. 77,5 cm) in Budapest angefertigt.

Gottesdienstordnung 

In Daaga gibt es an zwei Werktagen Gottesdienste:

sowie sonntags um 11.30 Uhr.

Unsere Kirchensängerin ist Sztanyó Imréné.

Die Kapelle

Am Ostermontag 1878 wurde von dem Deutschen, Thomas Illy die aus Dankeschön im Hotter des Dorfes, beim Schärischaaper Straßenkreuz errichtete Kapelle eingeweiht. Die Zeremonie leitete der Domkapitular János Juriga. Die Kapelle, die die Deutschen besuchten, war von kleineren Zimmergröße, Fenster hatte sie wahrscheinlich nicht, nur auf der Eingangstür war ein kleines Fensterlein. Das Innere war nicht besonders attraktiv, sondern einfach, aber schön.

Auf dem Platz vor der ehemaligen Kapelle steht ein Kruzifix, das am 22. Mai 1930 völlig restauriert wurde, daneben standen zwei Linden. Die Inschrift des Kruzifixes in deutscher Übersetzung:

Zum 900jährigen Jubiläum der Verklärung
der Kraft Gottes, des heiligen Kruzifixes,
der wundersamen Hilfe unserer Nation,
durch ihren ersten Heiligen, den Herzog Emmerich
erhob dies ehrbietig die Ehrfurcht der Dáger Gläubiger
im Jahre des Bergbauvertrages 1930.

Von dieser Kapelle aus gingen die Gläubigen nach Péliföldszentkereszt zur Prozession, und hier waren sie wieder angekommen, bevor sie in die Kirche im Dorf gingen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kapelle gesprengt. Man errichtete das Kruzifix später wieder, seine Inschrift wurde wie folgt ergänzt; dies verrät auch die Person des frommen Gebers:

+ A HÁBORÚ ALATT ROMBA DŐLT KERESZTET ÚJRAÁLLÍTTATTA MISKOLCI FERENC  1948. SZEPT. 12.
+ Das während des Krieges ruinierte Kruzifix wurde wiedererrichtet von  Ferenc Miskolci (Meixner) 12. Sept. 1948

Glaubensleben, kirchliche Organisationen

Religionsausübung
Als Religionsausüber wird die Person genannt, die an den Sonntagsgottesdiensten regelmäßig teilnimmt, die die Gnadenquellen der Sakramente in Anspruch nimmt, die außer der Gemeinschaft auch im Familienkreis oder auf privatem Wege täglich betet, die an der Deckung des Geldaufwands, an der Arbeit der Pfarrgemeinde teilnimmt. Und des weiteren die Person, die die Geschehnisse und Aufgaben ihres Lebens den christlichen Prinzipien entsprechend zu verwirklichen versucht, deren Glauben, Denken der Lehre der christlichen Kirche entspricht, die sich am Religionsunterricht beteiligt, bzw. ihn für ihre Kinder verlangt. Dieses macht in Daaga 10% der Getauften aus, welches Verhältnis auch die Landesdurchschnitt vorweist.
Religionsunterricht
Die Kinder sind für das Übernatürliche sensitiv, sie beanspruchen die transzendentale Beziehung, bzw. die derartige geistige Nahrung. Deshalb ist die Übergabe der religiösen Inhalten von ihren kleineren Alter an sehr wichtig. Für die Eltern ist das wegen Zeitmangel immer schwieriger. Bei ihnen kann auch Anschauungs- und Auffasungsmangel vorhanden sein. Die auf Arbeitsteilung basierende Differenzierung läßt sie oft sagen, daß der Bäcker das Brot mache, der Frisör sorge für die Frisur, und der Priester, die Kirche bringe dem Kind das Beten und die Gotteskunde bei. Das Problem steckt darin, daß die Kirche im Alter von 2_6 Jahren, als die geistige "Einstellung" erfolgt, nicht zur Nähe des Kindes kommt. In dieser Zeit ist es mit seinen Eltern zusammen. Wenn aber die Eltern ihm in diesen Jahren die riligiösen Kenntnisse unseres Glaubens nicht übergeben, wartet das Kind nicht auf den Priester, sondern füllt sich mit allem, was es überhaupt findet: Aberglauben, Astrologie, Ufologie, anstatt christlicher Mystik neuzeitliche Esotherik __ wir können sagen: geistige Gipsbrei. Um den Eltern zu helfen, haben wir mit dem Religionunterricht im Kindergarten angefangen. Für die Grundschüler erfolgt der Unterricht in der Schule. Dem Priester helfen dabei zwei Religionslehrer: Kutai Mihályné und Wieszt Jánosné.
Weihnachten
Symbol des Advent ist der Kranz mit vier Kerzen. Wir zünden die Kerzen mit Liedbegleitung (Harmatozzatok egek...) der Dáger Kinder, unter festlichen Umständen an den Adventsonntagen an. Im Advent üben die Kinder auch das Pastorenspiel, das sie im Rahmen der heiligen Messe zu Weihnachten vortragen. Das Christkindspiel bei den einzelnen Häusern stellte sich in Daaga vor 25_30 Jahren ein, aber in den letzten Jahren wurde dieser Brauch unter der Leitung der Lehrerin Frau Wieszt geb. Locher Ágnes wiederbelebt. Um der Diskretion willen erschien die Kindergruppe nur bei jenen Häusern, wohin sie eingeladen worden waren. Sie trugen das Christkindspiel 1997 in 30 Häusern vor, aber sie wollten auch nicht mehrere Familien besuchen, weil sie bereits müde waren. Wenn der Anspruch zunimmt, müssen mehrere Gruppen gestaltet und eingelehrt werden. In der Kirche werden Tannen aufgestellt und ein Stall mit den üblichen Figuren: Wiege, Christkind, Maria, Josef, Lamm, Esel usw. Die Tannen stehen im Winter anstelle der Blumenzierde.
Ostern
Am Palmensonntag und am Karfreitag gibt es auch in Daaga Passion, wie anderswo. Fürs Singen ist es immer schwieriger Leute zu gewinnen, da die Leute auch auf dem Gebiet der Musik eher Konsumenten, als aktive Mitmacher sein wollen. Es wird auch das Grab Jesu mit einer den toten Jesus darstellenden Statue angefertigt, das im zweckmäßig ausgestatteten Unterteil des Nebenaltars seinen Platz hat. Modisch wurde auch das Mysteriumspiel von Ostern, das ein Geschehnis der Auferstehung Christi darstellt, und von Schulkindern im Rahmen der heiligen Messe vorgetragen wird.
Helfer der Priester
Das Hilfsgremium Nr. 1 ist die Gemeinderepresentanz. Sie versieht vielerlei Aufgaben. Die Aufgaben, zu erledigenden Sachen besprechen wir an Sitzungen. Zu ihrer Aufsehensbereich gehören alle Gebiete des kirchengemeindlichen Lebens. Die Mitglieder der Körperschaft sind solche Vorsteher, die den Stier bei den Hörnern fassen. Unser 10_12 Köpfe zählender Sängerkreis singt bei Beerdigungen, Prozessionen. Zwei Mitglieder der ebenfalls 10_12 Mitglieder zählenden Caritas-Gruppe, namentlich Kreitner Károlyné und Tóth Lászlóné (laut Angaben 2007: kein aktives Mitglied mehr) nahmen an einer kirchlichen Bildung teil. Im Ort sammelten sie andere Aktiven um sich. Sie verrichten ihre Arbeit sehr fleißig: sie besuchen die Kranken, ältere Alleinstehende, sie unterstützen die Hilsbedürftigen mit Kleidung und Lebensmittel symbolischer Menge und mit guten Worten. Heute gilt schon eine liebe Geste auch, wenn auf einen die Tür geöffnet wird, und man fragt, wie es ihm geht.

Vorstellung der Caritas-Gruppe

Nachdem Kreitner Károlyné und Tóth Lászlóné an einer kirchlichen Bildung in Tokod teilgenommen hatten, organisierten wir in der örtlichen Kirchengemeinde die Caritas-Gruppe.

An den Seminartagen in Tokod trafen wir uns mit Caritas-Aktiven aus der Gegend, wir tauschten Erfahrungen und unterhielten uns. Die Vortragenden brachten uns teologische und psychologische Kenntnisse bei.

Die Gründungssitzung hielten wir 1997 ab. Mtiglieder der Caritas-Gruppe sind: Kreitner Károlyné, Locker Ferencné, Vittek Jánosné, Kampfl Borbála, Eichardt Edéné, Huszár Imréné, Bender Ferencné jr., Tóth Lászlóné, insgesamt 8 Personen.
Laut Angaben 2007: Leiter: Kreitner Károlyné; Mitglieder: Dankó Istvánné, Huszár Imréné, Kampfl Borbála, Locker Ferencné, Steinerné Juhász Mónika, Sztanyó Imréné, Göndör Jánosné.

Die Aufgaben werden in den monatlichen Zusammenkunften in der Pfarrei besprochen und unter uns verteilt. Es bildete sich die Praxis heraus, daß ein jeder Personen in der Nähe seiner Wohnung aufsucht. Wir gehen immer zu zweit, die Häufigkeit der Besuche bestimmen die gegebenen Umstände, sie erfolgen in der Regel einmal in der Woche. Wir haben etwa 30 Häuser im Dorf zu betreten. Zu uns gehört auch eine kleine Farm namens Kiscsév-puszta, die früher als Landeirtschaftszentrum mehr bewohnt war. Jetzt gibt es dort drei Familien, deren Mitglieder alle auf Unterstützung angewiesen sind, insgesamt neun Personen.

Die Bedürftigen im Dorf sind meistens alleinstehende Alten, Kranken. Die in der Gefangenschaft des Zimmers stockenden freuen sich über den Besuch der Caritas-Mitglieder, obwohl wir keine finanzielle Hilfe leisten können. Heute ist auch das ein großer Wohltat, man einen besucht und mit ihm wortwechselt. Die Pfarrei leistet für die karitative Tätigkeit einen symbolischen Beitrag von ca. 10.000 HUF pro Jahr. Wir nehmen oft von zu Hause vom gerade reifenden Obst oder von selbstgebacktem Gebäck welche mit. Von der Unterstützung der Pfarrei werden die Kinder der Großfamilien, die älteren Leute zu Ostern beschenkt. Auch Kleider werden manchmal verteilt, die aus verschiedenen Quellen eingeholt werden.

Das Durchschnittalter der Caritas-Gruppe liegt bei 50 Jahren. Die jüngeren können nur schwer mitmachen, sie sind viel zu beschäftigt.

Wir sind bestrebt, an den Exertitien, den größeren regionalen Zusammenkünften teilzunehmen, wenn wir auch nicht immer vollzälig erscheinen können, die Vertretung sichern wir immer, um uns über die Geschehnisse zu orientieren.

Wir organisieren und führen auch öffentliche, gemeinsame Betstunden. Den Kreuzweg hat jede Woche die Caritas-Gruppe geleitet. Wir machen jeden Monat auch eine Litanei, diese ist jetzt im Angehen.
Laut Angaben 2007: Litanei und Rosenkranz werden am ersten Sonntagnachmittag des Monats werden mit den Caritasmitgliedern gehalten. Die aktuellen Aufgaben werden anschließend besprochen.
2007 feiert die örtliche Caritasgruppe ihr 10jähriges Bestehen. Zu diesem Anlaß durften wir von Herrn Bischof dr. Udvardy György eine Gedenkplatte entgegennehmen.

Pfarrer der römisch-katholischen Kirchengemeinde

Erreichbarkeit des Pfarrers Zsiga, Péter:
H-2523 Sárisáp, Fő út 170. UNGARN
Tel.: +36 33 450 498


Zuletzt geändert am
11. Dezember 2007 00:49:06